Ein Beautysortiment beginnt mit nachweislich geeigneten Produkten und einem nachvollziehbaren Lieferanten. Eine professionelle Marke oder ein Registereintrag ist keine allgemeine behördliche Zulassung. Kläre Produkte und deine Rolle in der Lieferkette, bevor du Bestand bestellst oder Werbung erstellst.
Deine Rolle je Produkt klären
Ein unverändertes, in der EU hergestelltes Kosmetikprodukt kann als Händler weiterverkauft werden. Händler haben weiterhin Pflichten zu Kennzeichnung, Lagerung, Transport und Korrekturmaßnahmen. Einfuhr von außerhalb der EU und Verkauf unter eigenem Namen können Pflichten einer verantwortlichen Person mit sich bringen. Dokumentiere Vereinbarungen und schriftliche Benennungen.
Für Herstellung und Einfuhr
Die verantwortliche Person muss unter anderem Sicherheit, Sicherheitsbewertung, Produktinformationsdatei, gute Herstellungspraxis, Kennzeichnung und CPNP-Notifizierung organisieren. Notifizierung ist keine Zulassung. Lass Rezeptur und Rolle fachkundig prüfen. Eine Lieferantenzusage ersetzt keine Kontrolle der Dokumentation und Zuständigkeiten.
Informationen als Kaufhilfe
Prüfe jede Farbe oder Duftvariante einzeln: korrektes Verpackungsfoto, Inhalt, Inhaltsstoffe, Anwendung, Warnungen und Haltbarkeit. Zeige Farbmuster bei gleichem Licht und nenne getestete Hauttypen nur mit Beleg. Die gewählte Variante muss dem Etikett entsprechen, das der Kunde erhält.
Nutze eine Tabelle mit vier Spalten: genaue Aussage, betroffene Rezeptur, Beleg und zulässiger Text. Bewahre die veröffentlichte Version zusammen mit dem Nachweis auf. Prüfe Produktseite, Anzeige und Creator-Briefing. Eine medizinische Zusage wird durch „natürlich“ oder „möglicherweise“ nicht automatisch zulässig.
Haltbarkeit, Hygiene und Retouren
Erfasse Chargenkennzeichnung und Haltbarkeitsinformationen und beachte Lagerbedingungen. Nicht alle Kosmetika dürfen vom Widerruf ausgeschlossen werden. Die Hygieneausnahme verlangt Waren, die aus Gesundheits- oder Hygienegründen nicht zur Rückgabe geeignet sind, und eine nach Lieferung gebrochene Versiegelung. Informiere vor dem Kauf; mangelhafte Waren sind gesondert zu behandeln.
Vertrieb und Budget
Ein eigener Shop bietet Raum für klare Erklärungen, aber keine Margengarantie. Kalkuliere Einkauf, Sicherheitsarbeit, Verpackung, Verfall, Service, Marketing, Zahlungsabwicklung und Retouren. MicroCart kostet 39,95 € pro Shop und Monat oder 399,50 € pro Jahr ohne Mehrwertsteuer einschließlich aller MicroCart-Apps und B2B. Anbietergebühren kommen zu 0% eigenen Plattformtransaktionsgebühren hinzu.
Häufig gestellte Fragen
Ist eine bekannte Marke automatisch sicher? Nein; prüfe Lieferanten, Etikett, Charge und Problemmeldungen. Darfst du das Etikett ändern? Prüfe zuerst Auswirkungen auf deine Rolle und Meldepflichten. Muss ein Händler die gesamte Sicherheitsdatei erstellen? Das unterscheidet sich von der Aufgabe der verantwortlichen Person; eigene Kontrollen bleiben nötig.
Einen Produktdatensatz vervollständigen
Erstelle Unterlagen zu Lieferant, Rolle, Etikettenprüfung, Lagerung, Werbenachweisen und Notfallkontakten. Teste anschließend, ob Kunden die richtige Variante auswählen können. Veröffentliche nach Behebung der Mängel und nutze den Retourenleitfaden zur Ausarbeitung deiner Abläufe.
Quellen und Prüfung
Primärquellen geprüft am 26. Oktober 2026: NVWA: Kosmetik · EU: Kosmetikverordnung · ACM ConsuWijzer: Widerrufsrecht