Verkauf ohne eigenen Bestand verändert Zahlungszeitpunkte, beseitigt aber weder Kosten noch Verantwortung. Nutze zwei Planungen: Deckungsbeitrag je Bestellung und wöchentliche Liquidität. Dieser Leitfaden geht von einem niederländischen Unternehmen mit physischen Verbrauchsgütern aus; Einfuhren oder besondere Mehrwertsteuerregelungen verlangen Anpassungen.
Welche Kosten gehören ins Budget?
Trenne laufende Fixkosten, Bestellkosten und Einmalausgaben. Fixkosten umfassen Plattform, Domain und Verwaltung. Je Bestellung fallen Einkauf, Lieferantenversand, Zahlungsabwicklung, mögliche Einfuhrabgaben und Retourenbearbeitung an. Muster, Fotografie und Einrichtung sind Startkosten. Frage nach enthaltenem Transport und Steuern; ein Katalogpreis ist kein vollständiger Einstandspreis.
Marketing ist eine zu prüfende Annahme
Lege vor einem Werbetest fest, welchen Verlust du tragen kannst und was du lernen willst: etwa ob Besucher die Produktseite verstehen und bestellen. Notiere Ausgaben, Bestellungen, Erstattungen und eigene Stunden. Stoppe an der vereinbarten Grenze; ein Testbudget sagt nicht voraus, wie viel Geld Erfolg erfordert.
Eine Bestellkalkulation
Fiktives Beispiel ohne Mehrwertsteuer und bei angenommener Vorsteuerabzugsberechtigung: €30 Umsatz, €16 Ware einschließlich Lieferantenversand, €0,50 Zahlungen, €1,50 Retourenansatz und €6 Akquise. Es bleiben €6 vor Fixkosten und eigener Arbeit. Zehn Minuten zu €24 je Stunde kosten €4. Damit bleiben €2 vor Fixkosten und Steuern. Die Zahlungsgebühr ist nur eine Beispielannahme.
Arbeit und Rückschläge einplanen
Ein Retourenansatz ist ein Planungsdurchschnitt und ersetzt keine tatsächlichen Erstattungen. Erfasse Mängel, verlorene Pakete, Rückbuchungen und ausgefallene Lieferanten getrennt. Deine Kundenverantwortung besteht weiter, wenn der Lieferant nicht kooperiert. Prüfe Sicherheit, Rückverfolgbarkeit und Pflichtinformationen vor dem Einstellen.
Auch Zahlungszeitpunkte planen
Ein MicroCart-Szenario beginnt bei 39,95 € pro Shop und Monat ohne Mehrwertsteuer oder 399,50 € pro Jahr. Alle MicroCart-Apps und B2B sind enthalten; MicroCart erhebt 0% eigene Transaktionsgebühren. Anbietergebühren kommen hinzu. Ergänze Domainangebot, Muster und Liquiditätsreserve. Werden zwanzig Lieferantenbestellungen zu €16 vor Anbieterauszahlung fällig, brauchen diese allein €320 verfügbares Geld.
Wann solltest du fortfahren?
Nutze das fiktive Bestellbeispiel auch für einen Rückschlag. Steigen Akquisekosten von 6 € auf 9 €, fällt der Beitrag nach 4 € Arbeit von 2 € auf minus 1 €, noch vor Fixkosten. Alle Beträge bleiben Annahmen ohne Umsatzsteuer. Vergleiche echte Ergebnisse, bevor du mehr Bestellungen anstrebst.
Häufig gestellte Fragen
Ist Dropshipping kostenlos? Nein, Kosten bleiben ohne Lagerbestand. Ist Marketing immer der größte Posten? Das hängt von Produkt, Kanal und Arbeit ab. Kann ich erst nach Eingang der Kundengelder zahlen? Nur wenn Lieferantenbedingungen und Auszahlung dies erlauben. Sind €6 Deckungsbeitrag Gewinn? Nein; Fixkosten, Arbeit und Steuern fehlen noch.
Ein eigenes Modell erstellen
Hole ein schriftliches Lieferantenangebot ein und bestelle ein Muster. Kalkuliere dann ein Produkt vollständig, einschließlich ungünstigem Szenario mit mehr Retouren oder höheren Akquisekosten. Lies den Dropshipping-Startleitfaden vor einer bezahlten Kampagne.
Quellen und Prüfung
Primärquellen geprüft am 26. Oktober 2026: ACM: Dropshipping-Checkliste; Europäische Kommission: Produktsicherheit.